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PanAmerica - das Adventure Bike

PanAmerica

0- 100.000 Kilometer beim Harley Pan America Dauertest

Unser 100.000 km Pan America Dauertest läuft aktuell mit vollem Einsatz. Die ersten 20.000 km sind absolviert, ein Bericht des bmm Motorradmagazin Baden-Württemberg. (Stand August/September 2021) Aktuell 30.000 km

HERGATZ BEI WANGEN / MONTA- BAUR / WELTWEIT. Die brandneue Harley-Davidson Pan America macht seit wenigen Wochen mit selbstbewusst gestählter Brust ernst und mischt die Klasse der reinrassigen und für alle Fälle gerüsteten Reiseenduros gehörig auf. Welche Steherqualitäten die mit reichlich PS und Drehmoment- schmalz gesegnete Abenteuer-Harley in sich versammelt, wird bei der gnadenlos Mensch und Material forderten Challenge über schonungslose Einhunderttausend Kilometer ohne Filter zutage gebracht. Die Mannen hinter dem ehrgeizigen Projekt sind in der Motorrad-Szenerie definitiv keine unbekannten Profis ihres Fachs, deshalb darf im Laufe der kommenden Monate satter Erfahrungsschatz und kapitaler Zugewinn in Form von weitreichenden Anreizen zur Optimierung vom Team um Testfahrer Biker Jo und dem legendären Allgäuer Harley-Davidson Vertragshändler K&M Harleyworld samt Chef und Macher Manfred Hämmerle garantiert folgen. Es dürfte eine der ersten Pan Americas weltweit sein, die von Biker Jo seit Ende Juni 2021 gekonnt pilotiert und vom K&M Harleyworld Team kompromisslos technisch wie auch ausstattungsseitig bestückt, zu ganz großen Taten aufgebrochen ist.

Bereits Anfang September sind die ersten 20.000 Kilometer aufschlussreich und mit beeindruckender Performance sowie jeder Menge Respekt, Einsatzbereitschaft, Disziplin, Demut und Leidenschaftlichkeit auf dem digitalen Bordcomputer eingespeichert. Die Eckdaten des nagelneuen 1252 Kubikzentimeter mächtigen Harley-Davidson Reiseflaggschiffs sind in Zahlen ausgedrückt, in gleichem Maße opulent und aussagekräftig, wie viel Potenzial für überschäumenden und ungetrübten Fahrspaß zur Verfügung steht. Die 152 antrabenden Pferdestärken des brandneu konstruierten fahrwerkseitig mittragenden 60 Grad-V2 Vierventiler-Big-Blocks, mit seinen brachial durchzugsstarken 128 Nm Drehmoment bei 6.750 Umdrehungen, können in Kombination abrufbar locker der etablierten Konkurrenz Paroli bieten und reihen sich zwischen der KTM- und Ducati-Speerspitze und dem etwas schwächer seitens der PS aufgestellten Platzhirsch BMW 1250 GS ganz frech in der elitären Mitte ein. Das Harley-Multitool, welches derbe Verhältnisse im harten Fahreinsatz liebt, erreicht derartige Topwerte mit ausgeklügelter Technik und Finesse im Detail. Allmächtige Hubraumgröße trifft hierbei eine hohe Verdichtung von 13.1, zwei obenliegende Nockenwellen pro Zylinder mit variablen Steuerzeiten, Natriumgefüllte Ventile samt hydraulischem Ventilspielausgleich sowie mit Nickel und Siliziumkarbid beschichtete Zylinder, geschmiedete Leichtmetallkolben und nicht zuletzt relevante Motoren-deckel aus edler Magnesiumlegierung, die inklusive tragender Motoreneinheit und feiner Komponentenbestückung das fahrfertige Gesamtgewicht bei durchaus ansehnlichen 245 Kilo in der Basisversion belassen. Die mondäne, geadelte Special-Variante kann mit ihren 258 Kilo Lebendgewicht immer noch mit schlankeren 10 Kilogramm gegenüber einer BMW 1250 GS Adventure aufwarten. Biker Jo, der jahrzehntelange Erfahrung mit unterschiedlichsten Motorradcharakteren in den Ring wirft, fährt jährlich atemberaubende 60.000 Kilometer allein mit dem motorgetriebenen Zweirad und zeigt sich bis zum Schreiben dieser Zeilen und aktuell über 15.000 zurückgelegten PAN-AM-Kilometern merklich begeistert, sowohl seitens der exzellenten Fahrkultur wie auch der gesamten Auslegung und Abstimmung des neuen American-Adventure-Dreams. Bereits vom Start weg am 26. Juni ging es packend zur Sache und 4.500 Kilometer in der italienischen Provinz Ligurien samt der Grand Alpes Route standen auf der fahrerischen Agenda. Allein 980 Kilometer auf knüppelhartem Schotter der ausgereiften Natur stellten Fahrer und Fahrmaterial schonungslos auf Probe. Highlight unter den unzähligen Militär- und Pass-Straßen war hierbei der berüchtigte Col de Sommeiller mit einer Seehöhe von rund 3.000 Meter über Normalnull. Fließend aneinandergereiht ging es anschließend zur Franzoseninsel Korsika, die mit ihrer landschaftlichen Pracht, göttlichen Berg- und Talfahrt inklusive ausuferndem beflügelnden Kurventanz weitere Sinneseindrücke sowohl geistiger, emotionaler wie auch hinsichtlich der munter marschierenden PAN AM gratis servierte. Bis Mitte August nahm Biker Jo noch alle monumentalen und nicht minder spektakulären 50 höchsten Alpenpässe unter die schlauchlos fahrbaren Alu-Speichenfelgen, die mit Jos favorisierten Mitas E 07 Dakar Pneus bestückt sind. Nach dem faszinierenden Ritt über die Pass-Majestäten samt Stilfser-Joch, Timmelsjoch, Colde I‘Iseran und Co. die alle locker die 2.000 Meter Höhengrenze übertrafen, zeigte das multifunktionale 6,8 Zoll Display bereits nach sieben Wochen eisern abgefahrene 14.390 Kilometer zur Schau. Jos liebevoll getaufte PAN AM Namens „Elvis“ machte in jeder Disziplin eine makellose Figur, echte Schwächen: Fehlanzeige. Das technisch wie optisch mit allen Kalibern getrimmte Aggregat, die zügellos zupackenden Brembo-Stopper, das feine semiaktive Showa-Fahrwerkdämpfer-Set neben der tragenden, nichts erschütter baren Fahrgestell-Motor-Kombination mit langem Radstand von 1.585 mm – alles im Einklang zeigte meisterlich zum Ausdruck gebrachte Bestleistungen auf Asphalt wie auch unsanftem Offroad-Geläuf. Einige werkseitige Komponenten wurden bereits vor der zurückliegenden himmlisch anmutenden Tortur gegen perfektionierte Parts ersetzt. Hierbei war das geballte fachliche Spektrum und Wissen in Zusammenarbeit mit externen Partnern sowie den Profis von K&M Harleyworld unter Berücksichtigung Jos Input aus der Fahrpraxis gefragt. Die neusten Erkenntnisse aller beteiligten Protagonisten fließen mit engem Draht zur Harley-Davidson Zentrale in Milwaukee direkt ein, um noch mehr aus dem stimmigen Gesamtkonzept zu kitzeln. Vom 23. September bis zum 20. Oktober geht es mit dem Adventure-Prachtstück ins Atlasgebirge nach Marokko, wo die PAN AM weitere Sahneseiten bei geplanten 7.500 Kilometer aufzeigen darf. Zum Start ins neue Jahr 2022 folgt dann eigentlich schon obligatorisch und verneigend die königliche Pan Americana Route ausgehend von Punta Arenas in Feuerland, mit gigantischer Bühne und über 30.000 zu fahrenden Kilometern bis nach Prudhoe Bay im nordischen Alaska. Das bmm bleibt mit der Berichterstattung am Ball und via der eigens erstellten Webseite www.pan-america.eu sind unsere Leser bestens im Bilde, was im Zeichen des 1-100.000 Kilometer „Feldzugs“ geht. Das in jeder Pore kompetente K&M Team steht auch unter: www.harley-world.de oder bei einem in jedem Fall lohnenden Live Besuch bereit, um euch den Harley-Mythos zweifelsfrei näherzubringen.

Danke an das bmm Team für den tollen Bericht, der in der Ausgabe September zu finden ist. 

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